Sichere Entscheidungen bei unsicheren Wetterbedingungen – dank Daten
Das Wetter ist unberechenbarer als je zuvor. Heftige Regenschauer, lange Trockenperioden und große lokale Unterschiede sind keine Ausnahme mehr, sondern die neue Realität. Während ein Schlag unter Wasser steht, bleibt ein anderer zwanzig Kilometer weiter knochentrocken. Für Ackerbauern bedeutet das, dass eine Standard-Wettervorhersage immer weniger Orientierung bietet.
Entscheidungen über Aussaat, Düngung, Bewässerung oder Pflanzenschutz werden dadurch komplexer. Sich allein auf Erfahrung zu verlassen, reicht nicht immer aus. Gerade jetzt besteht Bedarf an Einblicken in die aktuelle Situation auf Schlagebene – und an verlässlichen lokalen Daten für den Blick nach vorn.
Wenn es abends regnet, schaue ich in die App und weiß sofort: Bei genau diesen Schlägen brauche ich morgen früh nicht zu prüfen, ob wir aufs Feld können.
Johannes Straver
Lokale Bedingungen bestimmen das Risiko
Krankheitsdruck und Schädlingsentwicklung werden stark von Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Blattnässe und Bodenbedingungen beeinflusst – Faktoren, die lokal stark variieren können. Eine allgemeine Wettervorhersage sagt wenig darüber aus, was tatsächlich in deinem Bestand passiert.
Durch die Nutzung exakter lokaler Wetterdaten direkt vom Schlag sowie intelligenter Analysetools entsteht ein deutlich präziseres Bild der Risiken pro Schlag und Kultur. So erkennst du frühzeitig, wie sich Krankheiten und Schädlinge in deinen Beständen entwickeln, und kannst rechtzeitig handeln – noch bevor Probleme im Feld sichtbar werden.
Der große Vorteil: Du musst nicht mehr jeden Schlag persönlich besuchen, um die Lage einzuschätzen. Viele Faktoren lassen sich aus der Ferne überwachen – nicht nur Krankheits- und Schädlingsdruck, sondern beispielsweise auch die Bodenfeuchte. So kannst du zum Beispiel mit Beregnung auf wechselnde Bedingungen reagieren und gleichzeitig Zeit und Wege sparen.
Gezielt spritzen
Eine gute Planung beginnt damit zu wissen, wann die Bedingungen für eine Behandlung optimal sind. Nicht nur Niederschlag, sondern auch Wind, Temperatur, Blattnässe und Luftfeuchtigkeit bestimmen die Wirksamkeit einer Spritzung.
Mit Einblick in lokale Spritzbedingungen kannst du priorisieren. Du beginnst mit den Schlägen mit der höchsten Priorität und dort, wo die Behandlung den größten Effekt erzielt. Das verhindert die Verschwendung von Zeit und Betriebsmitteln und erhöht die Erfolgschancen.
Einige Pflanzenschutzmittel reagieren besonders empfindlich auf Wetter. Dazu zählen zum Beispiel die Halmstärkung bei Getreide, die Unkrautbekämpfung bei Zuckerrüben oder die Bekämpfung von Käfern bei Raps.
Gerade bei solchen Anwendungen ist das richtige Timing entscheidend, und lokale Einblicke helfen dabei, zum optimalen Zeitpunkt zu spritzen, um die maximale Wirkung zu erzielen.
Außerdem hilft es, Arbeitskräfte und Maschinen effizienter einzusetzen. In arbeitsintensiven Phasen, in denen jede Stunde zählt, macht ein klarer Überblick den Unterschied zwischen reaktivem Arbeiten und gezielter Planung.
Effizienter Umgang mit Mitteln und Kosten
Pflanzenschutzmittel sind teuer, und die Vorschriften werden strenger. Wer gezielt arbeitet und nur dann eingreift, wenn es wirklich nötig ist, kann den Mitteleinsatz optimieren. Intelligente Beratungssysteme geben sogar Dosierungsempfehlungen und zeigen, wann eine Anpassung möglich ist, ohne die Wirksamkeit zu beeinträchtigen.
Das bringt nicht nur finanzielle Vorteile, sondern unterstützt auch nachhaltigeres Arbeiten. Weniger Verschwendung bedeutet geringere Umweltbelastung und eine bessere Nachvollziehbarkeit gegenüber Partnern in der Wertschöpfungskette und der Gesellschaft.
Die lokalen Wetterdaten geben mir eine klare Grundlage, um zu entscheiden, wann ich spritzen oder den Boden bearbeiten kann. So kann ich schnell zwischen Schlägen wechseln und muss nicht zuerst jeden einzeln anfahren – das spart viel Zeit und macht den Arbeitstag deutlich übersichtlicher.
Michael Schippers
Datengestützte Entscheidungen in der Praxis
Aktuelle und prognostizierte lokale Wetterdaten – etwa Bodentemperatur, relative Luftfeuchtigkeit und Blattnässeperioden – kombiniert mit Modellen zu Krankheitsdruck und Spritzbedingungen ergeben ein leistungsstarkes Entscheidungsinstrument. Probleme werden sichtbar, noch bevor sie mit bloßem Auge erkennbar sind.
Ein praxisnahes Spritzberatungssystem hilft außerdem bei der Wahl des richtigen Zeitpunkts: Welche Tages- oder Wochenzeit bietet die besten Bedingungen für ein bestimmtes Mittel oder eine bestimmte Kultur? Die Planung wird so zu einer faktenbasierten Strategie mit verlässlichen Prognosen.
Das Ergebnis: mehr Kontrolle über die Saison, weniger Überraschungen und ein effizienterer Einsatz von Arbeit, Maschinen und Betriebsmitteln.
Von Daten zum täglichen Einsatz
In der Praxis setzen immer mehr Ackerbauern auf ein lokales Wetterstationssystem von AgroExact in Kombination mit integrierter Beratungssoftware von AgroVision. Aktuelle Wetterdaten, Krankheitsdruckmodelle und praxisnahe Spritzempfehlungen werden dabei in einer übersichtlichen Darstellung gebündelt. Komplexe Informationen werden in konkrete Maßnahmen auf Hof und Feld übersetzt – für schnellere und sicherere Entscheidungen.
Teste eine Wetterstation auf deiner Fläche
Neugierig, was das für deinen Betrieb bedeuten kann? Du kannst das System in dieser Saison risikofrei testen und selbst auf deinem Betrieb in der Praxis erleben, wie lokale Einblicke helfen, besser zu planen und effizienter zu arbeiten.
AgroVision und AgroExact
Exaktes, lokales Wetter mit Spritztipps und Krankheitsdruck-Warnungen
AgroExact, Spezialist für Wetterdaten, und AgroVision, führender Softwareentwickler im Agrarsektor, bauen gemeinsam ein umfangreiches Netzwerk von Wetterstationen in Deutschland auf. Alle deutschen Ackerbauern haben die Möglichkeit, eine AgroExact-Wetterstation auf ihrem Feld zu installieren – in Kombination mit der intelligenten Beratungssoftware von AgroVision. Dies liefert hochpräzise, feldbezogene agronomische Wetterinformationen, ergänzt durch Krankheitsprognosen und Spritzempfehlungen.
Diese einzigartige Kombination ist seit Jahren ein erprobtes System in den Niederlanden und Belgien und wird von Landwirten, Beratern und der Agrarbranche gleichermaßen sehr geschätzt.

